Disclaimer: Diese Geschichte ist eine fanfiction-Story. Die verwendeten Charaktere gehören Marvel und wurden nur ausgeliehen. Der einzige Profit, der mit der Geschichte erzielt wird, ist die Unterhaltung der Leser.

 

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Geh' nicht weg 

by Belladonna

 

 

Der Mann namens Logan verließ das Anwesen mit gemischten Gefühlen. Er wusste, dass er dort jederzeit willkommen war, doch gab es im Moment zuviel, das ihn von dort fliehen ließ.

 

Er hatte sie gefunden, eine Liebe, die tiefer ging als alles andere und dennoch hatte er sie nicht halten können. Es war ein Gefühl, das ihn so sehr schmerzte, wie er es genoss.

 

Aber es war auch eine Liebe, die auf keine Erwiderung stieß, und das war es, was sie so schmerzhaft machte, denn die Frau, der er so tiefe Gefühle entgegenbrachte, gehörte einem anderen und ihr Herz gehörte ganz und gar ihm. Logan konnte noch immer nicht verstehen, aus welchem Grund sie ihn wohl ihm vorzog und ihn so sehr liebte, doch er musste es akzeptieren, egal wie weh es auch tat. Sie war die wundervollste Frau, der er je begegnet war, hübsch und intelligent und er hatte sein Herz ihr allein geschenkt. Doch sie erwiderte seine Liebe nicht, war ihr Herz doch voller Liebe für den anderen.

 

Logan hatte so sehr gehofft, dass sich das vielleicht ändern könnte, aber das würde niemals der Fall sein, sie hatte ihm schmerzhaft deutlich gemacht, dass sie sich klar entschieden hatte.

Oder vielleicht doch nicht?

 

~/~

 

Rogue war nicht die einzige gewesen, die Logan nach sah, als er ging und das Anwesen verließ, womöglich sogar für immer. Sie war nicht die einzige, die dies bedauerte, sogar sehr bedauerte. Und sie war nicht die einzige, die sich wünschte, dass er zurückkäme.

 

Auch sie stand am Fenster und blickte ihm nach, ihre Gefühle ebenfalls in Aufruhr.

 

Jean Grey wollte nicht, dass er ging, weil sie genau wusste, dass es nicht nur die Suche nach seiner Vergangenheit war, die ihn dazu veranlasst hatte. Sie wusste genau, dass er auch wegen ihr ging. Jean war sich ihrer Gefühle für ihn nicht mehr so sicher, empfand so viel mehr für ihn, als sie zugeben wollte und das verwirrte sie zusehends.

 

Hatte sie die richtige Entscheidung getroffen? Oder war sie im Begriff, den größten Fehler ihres Lebens zu machen wenn sie ihn gehen ließ?

 

Jean war sich stets so sicher gewesen, doch mit einem Mal hatte sich all das verändert.

 

War Scott wirklich der richtige Mann, für den sie sich entschieden hatte; entscheiden sollte?

 

Sie hatte so starke Gefühle für beide, und auch wenn sie Logan unmissverständlich zu verstehen gab, dass es Scott, den sie liebte, so war sie sich längst nicht mehr der Richtigkeit ihrer Entscheidung sicher. Wenn sie sich wirklich so sicher gewesen wäre, warum hatte sie sich dann so schuldig gefühlt als Logan an seinem ersten Abend, nachdem sie seine Gedanken versucht hatte zu lesen, ihre Handgelenke gehalten und Scott sie dabei gesehen hatte? Warum empfand sie noch immer diese Unsicherheit bei dem Gedanken an ihn und daran, dass es sie war, die ihn zum Gehen veranlasst hatte. Warum stellte sie sich diese Fragen, wenn ihre Entscheidung für Scott so gefestigt war, wie sie sich glauben machen wollte?

 

Sie wollte nicht dass er ging, denn sie war sich nicht sicher, ob er jemals zurückkommen würde; ob er zu ihr zurückkommen würde.

 

~/~

 

Ich will nicht, daß er geht, denn wenn ich ihn verschwinden sehe, dann ist es so endgültig. Er ist dann fort und wird so bald nicht wieder zurückkommen, weder zu uns noch zu mir. Was rede ich denn da? Er wird nicht zu mir zurückkommen, dafür habe ich ihm zu deutlich zu verstehen gegeben, daß es kein wir gibt und ich  nichts für ihn empfinde. Ob er gespürt hat, daß ich gelogen habe? Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es so sehr, denn ich hoffe so sehr, daß er wiederkommt.

 

Bitte geh nicht, da gibt es etwas, dass ich dir sagen muss, will ich ihm nachrufen, doch dafür ist es zu spät Er hat das Anwesen längst verlassen. Logan ist fort und ich habe nicht den Mut gefunden, ihm zu sagen, wie meine wahren Gefühle für ihn sind.

 

Ich habe nicht den Mut gefunden, ihm zu sagen, dass ich ihn liebe.

 

Und was bleibt bin ich, die nur am Fenster steht und ihn in der Ferne verschwinden sieht.

 

Jean? Ist alles in Ordnung? Was ist mit dir?“ höre ich Scott rufen. Ich kann es ihm nicht sagen. Absolut nichts ist in Ordnung und er wird es niemals verstehen können.

 

Ich wollte niemals einem von ihnen wehtun und nun habe ich dem Falschen weh getan. Ich werde wohl niemals die Chance erhalten, diesen Fehler wieder gutzumachen.

 

Bitte geh nicht fort, Logan!

 

Doch er ist fort, wer weiß für wie lange und was bleibt bin ich am Fenster, mein Herz zerrissen, und die Hoffnung, dass er eines Tages zu mir zurückkehren wird, damit ich ihm die Wahrheit sagen kann.

 

Ich liebe dich, Logan.

 

~fin~